Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Für die UEL knüpft das Vorhaben Sicherheit-Gesundheit am Arbeitsplatz an ein Gesamtkonzept von gesellschaftlicher Verantwortung der Unternehmen an und ist in Zeiten von Covid-19 wichtiger denn je. Aus diesem Grund haben die Mitgliedskammern und -verbände der UEL zusammen mit den Gesundheitsdiensten verschiedene Instrumente entwickelt, um Unternehmen bei der Einführung angemessener Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern, die im Rahmen von Covid-19 an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, zu unterstützen. Hier finden Sie einer Übersicht dieser Leitfäden und Empfehlungen.

Die Unternehmenskultur die sich aus jeder globalen Risikopräventionsstrategie ergibt, ist ein zentrales Element der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und ermöglicht die Erhöhung der Produktivität und die Erhaltung oder den Zugewinn von Marktanteilen. Sie wird vom Betriebsleiter eingeführt und begleitet. Dieser sensibilisiert und motiviert die Arbeitnehmer und Partner, an der Unternehmensstrategie teilzunehmen.

Zur nachhaltigen Förderung des Wissenstransfers in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz organisiert die UEL über das INDR seit 2008 in Partnerschaft mit der Unfallversicherung und ArcelorMittal regelmäßig eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Mehrere Referenzpartner haben sich dieser Initiative angeschlossen: Division de la Santé au Travail et de l’EnvironnementInspection du Travail et des MinesInstitut de Formation Sectoriel du Bâtiment und die Groupe Foyer. Im Jahr 2016 initiierten die UEL, das INDR und die Unfallversicherung die nationale Strategie VISION ZERO mit dem Ziel, die Zahl und Schwere der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten kontinuierlich und nachhaltig zu reduzieren.

VISION ZERO

Am 24. März 2016 unterzeichneten die nationalen Partner die nationale Charta „VISION ZERO“ zur Wiederbelebung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, wobei für den Zeitraum 2016 bis 2022 folgende Ziele definiert sind:

  • Entwicklung des Bewusstseins bei Entscheidungsträgern, Sicherheitsdelegierten sowie ganz allgemein bei allen Arbeitnehmern und allen anderen betroffenen Akteuren, hinsichtlich der Vorteile, die eine systematische und integrierte Herangehensweise an das Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bietet
  • Reduzierung der relativen, branchenübergreifenden, Häufigkeit von Arbeitsunfällen um 20% im Vergleich zu 2014 (relative Häufigkeit von 5,37%) durch besondere Anstrengungen in den Aktivitätsbereichen mit hohen Risiken
  • Das mittel- und langfristige Ziel von VISION ZERO bleibt die stetige Reduzierung der Anzahl von schweren und tödlichen Unfällen, das heißt: Null Todesopfer, Null Schwerverletzte

 

Die Unterzeichner der nationalen Charta VISION ZERO sind: das Ministeriun für soziale Sicherheit, das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft, das Ministerium für Gesundheit, das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, das Ministerium für den öffentlichen Dienst, das Ministerium des Innern, die nationalen Gewerkschaften CGFP, LCGB und OGBL sowie die Initiatoren der Charta, d.h. die Unfallversicherung, die UEL und das INDR.

Unternehmen können sich individuell für die nationale Strategie VISION ZERO engagieren und einen Aktionsplan einführen. Ihnen steht ein Mitgliederportal zur Verfügung.

Sicherer Arbeitsweg

Seit der Vorstellung ihrer Studie über Arbeitsunfälle im Jahr 2002 hat die UEL einen stetigen Rückgang der Arbeitsunfälle festgestellt, wobei die Häufigkeitsrate pro 100 Vollzeitbeschäftigte von 11,08 im Jahr 2000 auf 6,28 im Jahr 2010 gesunken ist. Doch während der Trend bei den Arbeitsunfällen insgesamt rückläufig ist, gilt dies nicht für den Anteil der Wege- und Dienstreise-Unfälle, der im gleichen Zeitraum erheblich zugenommen hat. Tatsächlich ist jeder vierte Arbeitsunfall auf eine Kollision im Straßenverkehr zurückzuführen. Je nach Jahr ist jeder zweite tödliche Arbeitsunfall auf einen Verkehrsunfall zurückzuführen.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat die UEL im Jahr 2004 und dann später 2012, zusammen mit den nationalen Akteuren für die Prävention von Verkehrsunfällen, eine Informations- und Sensibilisierungskampagne gestartet, die sich an Unternehmen wendet und das Ziel verfolgt, die Anzahl der Wege- und Missionsunfälle zu reduzieren. Die Kampagne erfordert nicht nur die aktive Mitarbeit der Unternehmen, sondern auch diejenige der Arbeitnehmer, die in erster Linie betroffen sind, um ein besseres Bewusstsein der Risiken, die mit dem Lenken eines Fahrzeugs verbunden sind, zu entwickeln. Unter dem Motto Sicherer Arbeitsweg „TRAJET, sécurisons-le!“ sind diese Kampagnen Teil der von den Arbeitgeberverbänden verfolgten Politik der nachhaltigen Entwicklung, die durch die Unterzeichnung einer Charta durch die UEL am 31. Oktober 2003 konkretisiert wurde. Die UEL ist auch Unterzeichnerin der Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit.

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